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Familienfreundlichkeit als Wirtschaftsfaktor

Neue Auswertung von Bonitätskennzahlen von Unternehmen

Eine neue Auswertung von Bonitätskennzahlen von Unternehmen, die sich im Netzwerk „Unternehmen für Familien“ engagieren im Vergleich mit der Grundgesamtheit aller Unternehmen am Markt durch den Kreditschutzverband (KSV) hat ergeben, dass die familienfreundlichen Unternehmen aus dem Netzwerk „Unternehmen für Familien“ mit einem Rating von 266 um 50 Punkte besser bewertet sind, als die Vergleichsunternehmen.

Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin: „Familienfreundlichkeit ist schon lange kein ‚Soft-Faktor‘ mehr. Immer mehr Unternehmen erkennen eine Familienfreundlichkeit als wichtigen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg. Durch die Auswertung des KSV sehen wir einmal mehr: Familienfreundlichkeit zahlt sich aus!“

Mag. Ricardo-José Vybiral, Mitglied des Vorstandes des KSV 1870: „Kreativität ist ein wichtiger Schlüsselfaktor für Erfolg in Unternehmen. Damit sie gedeihen kann, braucht sie ein Umfeld, das Entwicklung und Entfaltung zulässt. Wer genug Raum für sein Privatleben hat, bekommt den Kopf frei. Daher kann ein Unternehmen nur profitieren, wenn es die entsprechende Balance und Ausgewogenheit zwischen Beruf und Familie fördert.“

Wir wissen von unseren Partnern aus dem Netzwerk „Unternehmen für Familien“, dass die familienfreundlichen Maßnahmen, die sie in ihren Betrieben setzen, zu positiven Entwicklungen im Unternehmen führen.

In der Wirtschaftskammer Österreich haben sich etwa die Krankenstandstage deutlich reduziert: Verglichen mit Durchschnitt unselbständiger Beschäftigter gibt es in der WKÖ 30 Prozent weniger Krankenstandstage.

Auch das Krankenhaus Göttlicher Heiland GmbH sieht positive Entwicklungen im Unternehmen, wie den sehr hohen Frauenanteil von 75 Prozent. Die erste Führungsebene besteht zu 50 Prozent aus Frauen, in der zweiten Ebene sind es sogar 62 Prozent.

Die Erste Group sieht ihren Weg der Familienfreundlichkeit durch die hohe Motivation und Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sowie ihrer hohen Identifikation mit dem Unternehmen bestätigt. Mit der Zufriedenheit der Belegschaft steigt auch die Zufriedenheit der Kundinnen und Kunden.

Familienfreundliche Unternehmen verzeichnen

  • 23 Prozent weniger Krankenstände
  • um 10 Prozent geringere Fluktuationsraten
  • die Karenzdauer ist um 9 Prozent kürzer, als im Durchschnitt
  • Durch die um 11 Prozent gesteigerte Motivation, Loyalität und Einsatzbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter reduzieren sich für die Unternehmen auch die Kosten für Einschulungs-, Ersatz- und Rekrutierungszeiten
  • Zudem bleibt wichtiges Know-How im Betrieb erhalten.

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nimmt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf Platz 2 im Ranking der wichtigsten Faktoren bei der Jobauswahl ein (Peter Hajek Public Opinion Strategies 2014).

Laut einer Web-Umfrage des ÖIF unter Mitgliedern des Wirtschaftsforums der Führungskräfte (WdF) und Partnern des Netzwerks „Unternehmen für Familien“ (2015) stufen Führungskräfte Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihr Unternehmen in hohem Maße als sehr wichtig (63%), weitere 31% als eher wichtig ein. Auch im „Kampf um die besten Köpfe“ wird Familienfreundlichkeit als sehr wesentlich empfunden (45% sehr wichtig, 41% eher wichtig).

Weitere Informationen zu der  Auswertung von Bonitätskennzahlen erhalten Sie unter office@unternehmen-fuer-familien.at .