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Digitale Welten und Safer Internet

Zertifiziert familienfreundliche Gemeinden in der digitalen Welt der Kinder und Jugendlichen

Smartphones, Tablets, Online-Gaming & Co. begleiten Kinder und Jugendliche heute beim Aufwachsen. Welche Herausforderungen und Chancen gilt es für die Erziehenden in der digitalen Welt zu beachten und wie können Gemeinden ihre Bürgerinnen und Bürger dabei unterstützen? In einem Vernetzungstreffen, am 24. Juni 2021, für zertifiziert familienfreundliche Gemeinden, seitens der Familie & Beruf Management GmbH, wurden ebendiese und weitere Fragen rund um das Thema „Digitale Welten und Safer Internet“ beleuchtet. Geladene Expertinnen boten spannenden Fachinput sowie einen Denkanstoß mit Praxis-Beispielen.

 

Soziale Netzwerke sind der „digitale Hauptplatz“ der Gemeinde

Gemeinden, die daran interessiert sind, mit Kindern und Jugendlichen zu kommunizieren oder sie in der Gemeinschaft einzubinden kommen nicht an der Online-Welt, die Angebote wie Instagram, Facebook und Tiktok umfasst, vorbei. Laut DIin Barbara Buchegger, M.ED., Vorsitzende des ÖIAT und pädagogische Leiterin der Initiative saferinternet.at, gibt es für Jugendliche keine Trennung der Offline- und der Online-Welt. Diese werden als eine Einheit erlebt. Kinder und Jugendliche halten sich in sozialen Online-Netzwerken (via Apps, Spiele, etc.) auf, in denen man sich gemeinsam unterhält, Zeit verbringt, Informationen teilt und sich zeigt, wie die früheren „Cliquen“ am Hauptplatz einer Gemeinde. „Gemeinden haben davor Angst, mit Jugendlichen online zu kommunizieren. Sie fürchten einen Shitstorm. Doch wenn Jugendliche und Kinder Gehör bekommen und einen Platz in der Gemeinde finden, wird es auch keinen Shitstorm geben“, so Buchegger.

 

Initiativen, wie saferinternet.at, bieten in Schulen Weiterbildungen und Informationsveranstaltungen zur Sicherheit im Internet und anderen Themen an, damit Kinder lernen, wie sie mit den digitalen Inhalten umgehen können. „Beispielsweise wird bei Cybermobbing-Prävention auf den Kindergarten hingewiesen. Mobbing ist kein Thema, das mit dem Internet aufgetaucht ist. Es geht darum, wie Kinder lernen können, mit ihren Gefühlen umzugehen, wenn sie z.B. nicht wissen, wie sie aus einem Streit herauskommen“, so Buchegger. Die Schulen können sich solche Zusatzangebote oft nicht leisten und hier können die Gemeinden einspringen und unterstützen.

 

Bildungsmodule als individueller „Online-Baukasten“

Die Stadtgemeinde Feldbach ging mit ihrem Eltern-Kind-Bildungs-Programm im Februar 2021 online. Aus den Vorträgen und Workshops der 8 Bildungsmodule wurde ein „Online-Baukasten“. So können die Eltern je nach Bedarf ganz individuell jene Kurse wählen, die sie gerade jetzt brauchen. „Die größere Reichweite ist ein positiver Nebeneffekt des Online- Angebotes“, so Expertin Ursula Krotscheck, Leiterin der Eltern-Kind-Bildung der Stadtgemeinde Feldbach. Die Initiative erreicht nicht nur steirische Familien, auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wien, aus Oberösterreich, dem Burgenland sowie aus Belgien sind bis dato online dabei. Die Bildungsstadt Feldbach kooperiert mit Gemeinden aus dem Steirischen Vulkanland, deren Bürgerinnen und Bürger kostenfrei teilnehmen und in den Genuss eines Stempels in ihrem Eltern-Kind-Bildungspass kommen. Es gibt auch Input zum Thema „Safer Internet“ und dem Umgang mit Medien in der Familie. Auch junge Eltern erfahren Medien-Erziehung, denn die Online-Weiterbildungen bringen durch die interaktive Gestaltung nicht nur zusätzliche Qualitäten, sondern schaffen die Möglichkeit, mehr bzw. anonyme Fragen stellen zu können. Feedback und Themenwünsche können einfacher eingeholt werden und die Gemeinde kann schnell darauf reagieren.

 

Cybermobbing Workshop in der Schule

Die Gemeinde Hatting hat sich im Rahmen der Zertifizierung familienfreundlichegemeinde überlegt, was es in der Volksschule zum Thema „Konfliktlösung“ braucht. Es wurde Expertinnen und Experten von relevanten Plattformen und Unternehmen mit an Bord geholt, die sich mit den Themen „Konfliktlösung und Cybermobbing“ intensiv auseinandersetzen, um gezielte Lösungsvarianten anbieten zu können. Die Schülerinnen und Schüler wurden in Schulungsprogrammen und Workshops von den Unternehmen begleitet und die Familien und Eltern wurden vorab involviert und aufmerksam gemacht. „Das Interesse der Eltern ist da, aber vor allem auch Unsicherheit, da nicht jeder in diesem Thema soweit drin ist“, so Expertin GRin Irene Steiner und Vertreterin der Gemeinde Hatting. Das Projekt erhielt von Familien sowie Jugendlichen und Kindern durchwegs positives Feedback und wird auch zukünftig weitergeführt.

Durch Home Office und Home Schooling erlangte die Digitalisierung und damit die Online-Welt mehr Aufmerksamkeit. Familien, deren Kinder und Jugendliche noch mehr Zeit online verbringen, benötigen Unterstützung im Umgang mit digitalen Inhalten. Familienfreundliche Gemeinden setzen sich damit aktiv auseinander und schaffen für ihre Bürgerinnen und Bürger ein besseres Lebensumfeld. Mehr Informationen zur Zertifizierung finden Sie unter www.familieundberuf.at/zertifizierung



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