Anlässlich der Veröffentlichung der Neuauflage unseres Praxisleitfadens "Pflege und Beruf vereinbaren" luden wir gemeinsam mit dem Hilfswerk am 4. März 2026 zu einer Podiumsdiskussion im Presseclub Concordia in Wien. Claudia Bauer, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie im Bundeskanzleramt, und Unternehmensvertreterinnen diskutierten dabei über die aktuelle und gesellschaftliche Relevanz des Themas und zeigten praxiserprobte Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf auf.
In Österreich übernehmen knapp eine Million Menschen regelmäßig Pflege- und Betreuungsaufgaben für Angehörige. Während der Anteil an pflegebedürftigen Menschen steigt, sind gleichzeitig immer mehr Pflegende berufstätig. Die Doppelbelastung stellt Betroffene häufig vor große organisatorische, emotionale und finanzielle Herausforderungen. Gleichzeitig stehen Unternehmen vor der Aufgabe, qualifizierte Mitarbeitende zu halten und so als attraktiver Arbeitgeber sichtbar zu bleiben.
Familienministerin Claudia Bauer:
„Pflege ist neben Kinderbetreuung eines der größten Themen für Familien in Österreich, ein Thema, das tagtäglich tausende Menschen in Österreich innerhalb der eigenen Familie beschäftigt und deren Alltag bestimmt. In Zahlen bedeutet das, dass jedes Jahr mehr als 20.000 Menschen aus dem Arbeitsalltag aussteigen oder zumindest Stunden reduzieren, um sich auf die Pflege daheim konzentrieren zu können. Pflege ist Teil der Lebensrealität unserer Familien in Österreich und sie braucht Strukturen, die Halt geben. Der neue Leitfaden zeigt konkrete Maßnahmen, die sich in der Praxis bewährt haben.“
Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerks:
„Der Pflegeleitfaden zeigt gut auf, wie Unternehmen durch Verständnis, flexible Lösungen und klare Strukturen einen entscheidenden Beitrag leisten können, damit Pflege und Erwerbsarbeit vereinbar bleiben“.
Daniela Neureiter, Expert Employer Branding bei Konica Minolta Business Solutions Austria GmbH:
„Aus Unternehmenssicht ist das Thema Vereinbarkeit von Pflege und Beruf weit mehr als eine gesellschaftliche Verantwortung – es ist ein wesentlicher mittel- und langfristiger Erfolgsfaktor moderner Personalpolitik. Eine lebensphasenorientierte Unternehmenskultur, die Pflege, Familie und Beruf zusammen denkt, stärkt Motivation, Gesundheit und Loyalität der Mitarbeitenden und damit nachhaltig die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.“
Cornelia Pöttinger, Bundesvorstand AK, Bundesvorstand ÖGB:
„Der Praxisleitfaden bringt beide Perspektiven zusammen – jene der pflegenden Angehörigen und der Arbeitgeber. Gerade bei oft plötzlich auftretenden Pflegesituationen braucht es Verständnis, klare Rahmenbedingungen und gemeinsames Handeln. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann Vereinbarkeit gelingen.“
>> Unser Pflegeleitfaden steht Ihnen hier kostenlos zum Nachlesen zur Verfügung: Praxisleitfaden - Pflege und Beruf vereinbaren