Statement der Geschäftsführung/des Vorstands:
Bis zu 80% der Pflege und Betreuung wird in unseren Familien erbracht. Damit leisten sie einen zentralen gesellschaftlichen Beitrag und bilden die Basis für unser Gesundheits-, Pflege- und Sozialsystem. Mit Alles Clara schaffen wir niederschwelligen Zugang zu professioneller Unterstützung. Um Familien zu entlasten und Menschen dabei zu unterstützen, diese Rolle für sie bestmöglich zu erfüllen, ohne die eigene Erwerbstätigkeit zu reduzieren. Mit Alles Clara wollen wir auch am Arbeitsplatz zu einem höheren Bewusstsein für pflegende Angehörige und zu gestärkter Familienfreundlichkeit beitragen.
Motivation als Partner das Netzwerk „Unternehmen für Familien” zu unterstützen:
Alles Clara stärkt pflegende Angehörige und ihre Familie und erhöht die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege - getragen durch eine breite gesellschaftliche Kooperation. Beschäftigte von knapp 40 Arbeitgebern österreichweit nutzen die digitale Entlastungs- und Pflegeberatung bereits kostenlos. Als Partner im Netzwerk „Unternehmen für Familien“ will Alles Clara gemeinsam mit engagierten Arbeitgebern Bewusstsein schaffen, Entlastung ermöglichen und zur Stärkung der Gesellschaft beitragen - um Familien zu unterstützen und gesellschaftliche Verantwortung sichtbar zu machen.
Das zeichnet Ihr Unternehmen aus:
Alles Clara nutzt Digitalisierung zur neuartigen Verbindung von bestehenden Angeboten im Gesundheits- Pflege- und Sozialsektor. Über die datensichere Alles Clara App werden pflegende Angehörige individuell und flexibel online beraten und psychosozial begleitet. Alles Clara arbeitet interdisziplinär, praxisnah und partnerschaftlich. Nur durch das Zusammenwirken von Pflegesektor, Wissenschaft, öffentlicher Hand und Arbeitgebern österreichweit entlastet Alles Clara pflegende Angehörige und bildet gleichzeitig ein Job Enrichment für Berater:innen aus Pflege und Psychologie.
Welche Maßnahmen wurden gesetzt, die Ihr Unternehmen „familienfreundlich” gemacht haben?
Alles Clara bietet datensichere, digitale Entlastungs- und Pflegeberatung für pflegende Angehörige, die Beschäftigte anonym, flexibel, ort- und zeitunabhängig per Smartphone nutzen können. Psychosoziale und pflegefachliche Begleitung per Chat, Telefonie oder Video-Telefonie unterstützt Mitarbeitende und ihre Familien in belastenden Pflege- und Betreuungssituationen und verweist gezielt an passende Angebote weiter. Ergänzend wirken Informationsformate wie der monatliche Newsletter, ein Online-Magazin, eine Online-Konferenz und weitere Veranstaltungen.
Welche Vorteile haben sich für Ihr Unternehmen durch „Familienfreundlichkeit” ergeben?
Durch unser Engagement für Familienfreundlichkeit entstehen starke Partnerschaften mit Arbeitgebern, die ihren Mitarbeitenden konkrete Entlastung bieten wollen. Das stärkt Vertrauen, erhöht die Nutzung unseres Angebots und trägt zu stabileren Erwerbsverläufen pflegender Angehöriger bei. Zugleich ermöglicht es uns, gesellschaftliche Wirkung zu entfalten und die Relevanz des Themas sichtbar zu machen.
Welche Herausforderungen haben sich im Zuge der „Familienfreundlichkeit” für Ihr Unternehmen ergeben?
Familienfreundlichkeit erfordert kontinuierliche Aufklärung, da Pflegeverantwortung oft unerwartet entsteht und wenig sichtbar ist. Eine Herausforderung liegt darin, präventive Gesundheitskommunikation in Unternehmen wirkungsvoll umzusetzen, da diese laufend, sicher und verantwortlich erfolgen muss, Betroffene idealerweise frühzeitig erreicht und Berührungsängste abbaut.
Was bedeutet „Familienfreundlichkeit” für Ihr Unternehmen?
Familienfreundlichkeit bedeutet für uns, Menschen in allen Lebenssituationen zu unterstützen. Alles Clara fokussiert dabei auf die Pflege und Betreuung von nahestehenden Personen, die mit höher Verantwortung, viel Zeit- und emotionalem Kraftaufwand einhergeht. Damit stellt es ein flexibles, zugängliches Angebot dar, das Belastungen reduziert und zur Vereinbarkeit beiträgt – auf Seiten der Ratsuchenden, aber auch jener der Berater:innen. Online-Beratung ermöglicht ihnen länger im Job zu bleiben, von Teilzeit auf Vollzeit aufzustocken oder in der Pension einen Zuverdienst zu haben.
Ein Tipp, den man schnell im eigenen Unternehmen umsetzen kann:
„Darüber sprechen“ ist ein alter, aber wirkungsvoller Tipp. Themen wie die Betreuung und Pflege von Angehörigen kann der Scham nur durch offenes darüber sprechen genommen werden. Je mehr innerhalb von Unternehmen darüber offen gesprochen wird und je öfter Unterstützung zB. kurz in Team Jour Fixes angesprochen wird, desto eher können sich Mitarbeitende öffnen und werden Betroffene mit Unterstützungsangeboten erreicht.
Daten und Fakten
Frauenanteil im Unternehmen: >75%
Anzahl der Beschäftigten: 4
Branche: Gesundheits- und Sozialwesen