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Bundesministerium für Justiz

Logo Auditierter Partnerzertifiziert familienfreundlicher Arbeitgeber

Statement der Geschäftsführung/des Vorstands:

Vereinbarkeit ist kein Privileg, sondern eine Haltung – und die gilt für alle, unabhängig von Position oder Lebensmodell. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bleibt ein Schlagwort, wenn es bei Absichtserklärungen bleibt - und wird Realität, wenn konkrete Lösungen im Alltag auch wirklich gelebt werden. Ohne schlechtes Gewissen auf beiden Seiten.

Motivation als Partner das Netzwerk „Unternehmen für Familien” zu unterstützen:

Wir verfolgen klar das Ziel, die Familienfreundlichkeit in unserer Institution weiter zu fördern. Das Netzwerk bietet uns die Möglichkeit, Inspiration von anderen – vor allem auch privaten – Mitgliedern zu erlangen und uns weiterzuentwickeln. Außerdem möchten wir hier unsere Erfahrungen teilen und mit anderen Mitgliedern in einen Dialog treten können.

Das zeichnet Ihr Unternehmen aus:

Das Bundesministerium für Justiz (BMJ) vereint Mitarbeiter:innen unterschiedlichster Berufsgruppen (zum Beispiel Vertragsbedienstete, Richter:innen und Staatsanwältinnen:Staatsanwälte, Exekutivbedienstete). Gemeinsam arbeiten sie in vielfältigen Aufgabenbereichen an einem funktionierenden Rechtsstaat und einer modernen Justizverwaltung.
Neben den fachlichen Aufgaben legt das BMJ großen Wert auf eine zeitgemäße, innovative Organisation sowie auf ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl über alle Bereiche hinweg. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist dabei ein wesentlicher Bestandteil moderner Personalpolitik.
Die große Vielfalt an Aufgaben und Personen in unserer Institution stellt einerseits eine große Herausforderung dar, ist andererseits aber auch Grund dafür, dass sich eine ständige gegenseitige Bereicherung, reziproke Unterstützung und abwechslungsreiche Aufgabenstellungen ergeben. Das BMJ setzt zahlreiche Akzente und Maßnahmen, um die Mitarbeiter:innenzufriedenheit zu stärken, darunter zB:

- Förderung der Teilnahme an Laufwettbewerben (Frauenlauf, Wien-Marathon…)
- Dienstfahrräder
- großzügige Homeoffice-Möglichkeiten
- betriebliche Gesundheitsförderung, wie wöchentliche Bio-Obst-Kiste, großes Angebot an kostenlosen arbeitsmedizinischen Leistungen (Impfaktionen, Hautscreening, Sehtest etc.)
- Events zur Vernetzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (z.B.: Sommerfest, Weihnachtsfeier, Punschfest)
- Umfangreicher Frauenförderungsplan mit Maßnahmen zur Sicherstellung der Gleichbehandlung

Welche Maßnahmen wurden gesetzt, die Ihr Unternehmen „familienfreundlich” gemacht haben?

1. 24.12. und 31.12. werden als Sonderurlaub geregelt

2. Unterstützung bei der Erstellung von Reiseanträgen und der Abrechnung von Reisekosten

3. Erweiterte Anwendung der Härtefall-Regelung in den ersten 6 Monaten der Karenzrückkehr (betrifft: Homeoffice/Telearbeit)

4. Entwicklung eines "Offboarding"-Leitfadens für die Elternkarenz

5. Gründung einer Audit-Gruppe (Treffen 1x/Jahr)

6. Technischer Zugang zum Intranet, E-Mail und Fortbildungen während Karenz möglich

7. Sommerfest mit Kinderbetreuungsmöglichkeiten

8. Tag der offenen Tür für Familienangehörige

9. Animation der Führungskräfte zur Führung des Mitarbeiter:innengesprächs, in weiterer Folge Testung des „digitalen“ Mitarbeiter:innengesprächs

10. Schulung der Führungskräfte zur Durchführung von Mitarbeiter:innengesprächen, Anrechnung auf die verpflichtende Führungskräfteausbildung

Welche Vorteile haben sich für Ihr Unternehmen durch „Familienfreundlichkeit” ergeben?

Wer weiß, dass sein Arbeitgeber hinter ihm steht, arbeitet anders: motivierter, loyaler, verlässlicher. Das ist keine Sentimentalität, sondern Realität. Wir gewinnen damit Menschen, die bleiben wollen und das ist in Zeiten des Fachkräftemangels kein kleines Detail. Die Zertifizierung zeigt nach innen und nach außen, dass wir das Thema ernst nehmen und bereit sind, uns daran (auch) messen zu lassen. Es ist ein erster, wichtiger Schritt und Ausgangspunkt dafür, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie laufend besser wird.

Welche Herausforderungen haben sich im Zuge der „Familienfreundlichkeit” für Ihr Unternehmen ergeben?

Im Rahmen des Audits „berufundfamilie“ bestand die zentrale Herausforderung darin, familienfreundliche Maßnahmen nachhaltig in den Arbeitsalltag und die bestehenden Organisationsstrukturen zu integrieren. Insbesondere die Vereinbarkeit individueller Bedürfnisse der Mitarbeitenden mit den Anforderungen eines verlässlichen öffentlichen Dienstbetriebs erforderte eine vorausschauende Planung, eine enge Abstimmung zwischen Führungskräften und Mitarbeitenden sowie flexible organisatorische Lösungen. Darüber hinaus war es wichtig, das Bewusstsein für familienfreundliche Angebote zu stärken und deren Akzeptanz in allen Organisationseinheiten zu fördern. Die Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen hat wertvolle Entwicklungsprozesse angestoßen und dazu beigetragen, familienfreundliche Rahmenbedingungen langfristig zu verankern sowie die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben nachhaltig zu verbessern.

Was bedeutet „Familienfreundlichkeit” für Ihr Unternehmen?

Familienfreundlichkeit ist kein Nice-to-have, sondern eine Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen langfristig gute Arbeit leisten können und wollen.
Es ist unsere Aufgabe als Arbeitgeber, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen: flexible Arbeitszeitmodelle, transparente Kommunikation und ein Umfeld, in dem die gesamte Belegschaft das Gefühl hat, mit ihren Lebensrealitäten willkommen zu sein.

Ein Tipp, den man schnell im eigenen Unternehmen umsetzen kann:

Ein einfacher und wirkungsvoller Schritt ist die Einführung regelmäßiger Teamgespräche zu den Themen Vereinbarkeit und Arbeitsorganisation. Bereits ein kurzer Austausch in bestehenden Besprechungen schafft Raum, individuelle Bedürfnisse frühzeitig anzusprechen, gemeinsame Lösungen zu entwickeln und das Bewusstsein für familienfreundliche Maßnahmen im Arbeitsalltag nachhaltig zu stärken

Daten und Fakten

Kontaktdaten sind nur für Premium Mitglieder ersichtlich.

Frauenanteil im Unternehmen: 50-75%
Anzahl der Beschäftigten: 446
Branche: Öffentlicher Dienst

Sektionschef Dr. Alexander PIRKER, MBA, Leiter der Sektion III - Präsidialsektion

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