Das Hilfswerk Kärnten ist bereits seit 2012 mit dem Audit Beruf und Familie zertifiziert. Die fortschreitende Digitalisierung hat auch im Hilfswerk Kärnten einen umfassenden Wandel im Arbeitsleben angestoßen. Das Unternehmen befasst sich schon lange mit dieser Thematik und ist in Österreich im Bereich der mobilen Pflege und Betreuung zum Vorreiter geworden. Von 2018 bis 2019 wurde das Digitalisierungsprojekt „BGF-Call Arbeit 4.0“ mit dem Fond Gesundes Österreich umgesetzt. Von der Vorbereitungsphase bis zum Abschluss wurde viel Arbeit und Zeit in dieses Projekt investiert. Zu Beginn gab es eine umfangreiche Projektplanung mit einem genauen Zeitablaufplan. Nach der Sensibilisierung der Zielgruppen gab es Workshops und eine Mitarbeiterbefragung. Aus den Ergebnissen wurden Maßnahmen abgeleitet wie z.B. ein Messenger-Dienst zur besseren Kommunikation unter den Berufsgruppen und Leitungen, Weiterbildungsseminare zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit, Einführung des mobilen Wundmanagements, usw. Auch der Schwerpunkt des Recruitings wurde in Folge vorwiegend auf digitale Kanäle verlegt. Die Motive für die Umsetzung waren die Vereinbarung von Beruf und Familie durch Maßnahmen im Zuge der Digitalisierung zu stärken bzw. zu verbessern und das Employer Branding sichtbarer zu machen.
Die größten Herausforderungen waren der Wandel im Arbeitsleben (Digitalisierung), Arbeitskräftemangel, unterschiedliche Zielgruppen/Diversität (Alter, Generation, Kultur), Unternehmenswachstum, Zeitrahmen Maßnahmenumsetzung, geänderte Prozessabläufe.
Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurde aufgrund der zahlreichen Digitalisierungsmaßnahmen in der Unternehmenskultur immer stärker verankert und durch eine gezielte Employer-Branding-Kampagne „Wir passen zusammen - Das Hilfswerk und DU!“ noch verstärkt. Im Jahr 2022 erhielt das Hilfswerk Kärnten dafür den 2. Platz beim Sonderpreis des Staatspreises für familienfreundliches Employer-Branding zum Thema „Familienfreundliches Employer Branding in digitalem Recruiting und Personalmanagement“. Seit 2024 gibt es auch eine eigene Hilfswerk-interne Mitarbeiter-App, das HWK InSite. In diese können alle unserer familienrelevanten und unterstützenden Angebote digital einfließen und stehen allen unseren Mitarbeiter*innen immer aktuell am Smartphone zur Verfügung. Ab 2026 soll als Schwerpunkt bzw. Vertiefung noch eine neue Maßnahme zum Thema „Verbessertes Vorschlagswesen über die Mitarbeiter-App HWK InSite“ einfließen und zu einer weiteren Verbesserung der Vereinbarkeit beitragen. In regelmäßig durchgeführten Mitarbeiterbefragungen (alle 2 Jahre) sowie Vital-Netzwerk-Teamsitzungen (2x pro Jahr) mit derzeit über 50 Mitarbeiter*innen aus allen Zielgruppen werden die Maßnahmen seit Beginn evaluiert und optimiert. Die Auswertungen bestätigen die steigende Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen.
Die Verpflichtung des Vorstandes und der Geschäftsführung, Zeitressourcen und Kosten für die Planung und Umsetzung berücksichtigen, Möglichkeiten eines Pilotprojektes erwägen, Zielgruppen genau definieren, Sensibilisierung der Mitarbeiter*innen zum Projekt, Einbeziehung aller bei der Umsetzung der Maßnahmen beteiligten Personen, regelmäßige Evaluierungen, Kontinuität für Nachhaltigkeit einplanen.
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